Bildung PDF Drucken E-Mail

Während der Gründungsversammlung des lokalen Bündnisses für Familie in Bad Gandersheim am 11. Mai 2007 wurde Bildung als ein künftiger Arbeitsbereich des Bündnisses festgelegt und die Arbeitsgruppe „Bildung“ ins Leben gerufen. Sie besteht zurzeit aus sechs aktiven Mitgliedern mit breit gefächertem beruflichen Hintergrund.

 

Arbeitsgruppe Bildung bei einem Treffen im Roswitha-Gymnasium

Bild: Herr Baade, Frau Bolle-Reuber, Herr Meyer, Frau Donath-Probst 

 

Die Gruppentreffen finden regelmäßig am ersten Montag eines jeden Monats um 18.00 Uhr im Roswitha-Gymnasium statt. Eine Sitzung dauert maximal zwei Stunden. Die Mitglieder schreiben abwechselnd Protokoll. Ansprechpartner ist der Gruppensprecher Hans-Joachim Baade, Tel. 05382/955726, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

 

rbeitsgruppe Bildung bei einem Treffen im Roswitha-Gymnasium

Bild:  Frau Bolle-Reuber, Herr Meyer, Herr Koloska, Frau Streich

 

Eine Zielsetzung war und ist die Gewinnung neuer Mitglieder. Weitgehend ist das bisher gelungen, so dass Arbeitsfähigkeit und Effizienz der Gruppe sichergestellt sind, obwohl in der Vergangenheit das eine oder andere ehemals aktive Mitglied seine Mitarbeit wegen beruflicher oder anderer Belastungen aussetzen musste. Neue Mitglieder sind weiterhin herzlich willkommen. Nächstes Treffen siehe Termine.

 

Die wichtigsten Themen, an denen die Gruppe Bildung bisher gearbeitet hat bzw. aktuell arbeitet:

  

Sole- Waldschwimmbad

Erster inhaltlicher Schwerpunkt war die Wiedereröffnung des Bad Gandersheimer Hallen- und Freibades. Die Arbeitsgruppe ist einhellig der Meinung, dass Schwimmen zur Allgemeinbildung gehört und ein familienfreundliches Bad Gandersheim die dafür erforderliche Infrastruktur jetzt und in Zukunft bereitstellen muss. Dafür setzt sie sich ein und hat so einen von vielen kleinen Beiträgen geleistet, die letztlich zur Wiedereröffnung des Hallenbades 2008 geführt haben. Leider folgte zum 01.01.09 die endgültige Schließung des Bades seitens der Stadt. Seit dem entsprechenden Beschluss des Stadtrates im Jahr 2008 hat sich die Arbeitsgruppe mit drei Mitgliedern bei den Solebadrettern sehr aktiv eingebracht und dadurch wesentlich dazu beigetragen, dass eine Betriebsgenossenschaft für das Solebad gegründet und die Wiedereröffnung des Bades mit dieser Genossenschaft als Betreiber am 20. Februar 2010 gefeiert werden konnte. Auch an der Wiederbelebung des Fördervereins für das Solebad hat die Arbeitsgruppe Bildung erheblichen Anteil. Mit Frau Streich und Herrn Baade sind zwei Mitglieder im neuen Vorstand aktiv.

Mehr über das Sole-Waldschwimmbad: Sole-Waldschwimmbad

 

 

Bestandsaufnahme

Darüber hinaus hat die Gruppe an einer umfassenden Bestandsaufnahme der Bad Gandersheimer Bildungsangebote gearbeitet, z.T. in Zusammenarbeit mit den anderen Arbeitsgruppen des Bündnisses. Zielsetzung ist die Erarbeitung und Umsetzung von Möglichkeiten, die erkannten Lücken in der Gandersheimer Angebotspalette zu schließen. Ein Ergebnis: Die Bildungsangebote sind in weiten Bereichen zwar vorhanden, aber zu wenig bekannt. In Zusammenarbeit mit der Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ wird dafür gesorgt, dass bestehende Angebote in der Öffentlichkeit bzw. bei Interessenten auch bekannt werden. Dazu werden Kurzportrais der Schulen und Kindergärten eingeholt und auf die Homepage des Bündnisses gesetzt. Weitgehend ist das bereits geschehen.

 

 

 

Kunstakademie

Auf dem Gebiet der gestaltenden Kunst im weitesten Sinn gibt es kaum Angebote und insbesondere keine für Kinder. Unter dem Motto Kunst für die ganze Familie wurde die Gründung einer Kunstakademie initiiert. Darunter ist ein Zusammenschluss aller zu verstehen, die Bildungsangebote in der gestaltenden Kunst machen. Dazu gehören zum Beispiel Töpferkurse, Malkurse oder Bildhauereikurse. Nach einem entsprechenden Aufruf in der Zeitung hatten sich Künstler mit Interesse für das Projekt Kunstakademie bei der Arbeitsgruppe gemeldet. Es wurde nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht. Das alte Wasserwerk am Campingplatz wurde nach Besichtigung und intensiver Prüfung als ideale Lösung angesehen. Es folgte die Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes durch die Künstler unter Beteiligung der AG Bildung. Trotz überzeugenden Konzeptes und umfangreicher, zum teil positiv verlaufener Verhandlungen mit der Stadt über die Nutzung des alten Wasserwerkes durch die Kunstakademie gelang die Umsetzung letztlich nicht. Die Stadt musste das Objekt an einen anderen Interessenten verkaufen, der ein höheres Gebot abgegeben hatte.

 

 

Schulen

Erfolgreich war die Arbeitsgruppe Bildung mit einer anderen Initiative, der weiteren Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Gandersheimer Schulen. Die von der AG angeregten regelmäßigen Arbeitstreffen der Gandersheimer Schulleiter sind inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden.

 

 

Stadtbücherei

Nach Auffassung der Arbeitsgruppe Bildung gehört eine Stadtbücherei zum unabdingbaren Bildungsangebot. Deshalb war ein Arbeitsschwerpunkt die Erhaltung der Bücherei. Die Stadt wollte sie ab 01.01.2010 schließen. Die Akteure der AG Bildung haben sich vor Ort über die Bücherei informiert und bereits mehrfach mit Vertretern der Stadt kooperativ verhandelt. An erster Stelle stand die Suche nach geeigneten Räumen. Glücklicherweise hat die Stadt letztlich - vielleicht auch durch die Arbeit der Gruppe motiviert - selbst eine Lösung gefunden. Die Käufer des Kurmittelhauses werden die Bücherei übernehmen. Zurzeit wird sie noch unter Leitung der Stadt ehrenamtlich in den alten Räumen weitergeführt.

 

 

Jugendleiterausbildung

Eine weitere Lücke im Gandersheimer Bildungsangebot ergab sich bei der Jugendleiterausbildung des Landkreises. Die in Bad Gandersheim stattfindenden Anteile sind äußerst gering. Die Arbeitsgruppe suchte erfolgreich die Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendpfleger. Er bemüht sich, Seminare nach Bad Gandersheim zu bekommen, die von der Jugendpflege des Landkreises für die Jugendleiterausbildung anerkannt werden.

 

 

Freizeitangebote für Jugendliche

Die Auswertung der vom Bündnis durchgeführten Fragebogenaktion, deren Durchführung auf Initiative der Gruppe Bildung von Schülerinnen und Schülern des Roswitha-Gymnasiums massiv unterstützt wurde, ergab einen auffälligen Mangel ab Freizeitangeboten für Jugendliche. Mit dem Problem befasst sich die Arbeitsgruppe. Sie ist der Auffassung, eine gut geführte, attraktive Diskothek für Jugendliche in Bad Gandersheim, möglichst durch weitere Angebote (z.B. Bowling, Eisbahn usw. mit Gastronomie) zu einem ganzen Freizeitpark ergänzt, wäre die ideale Lösung. Eine Diskothek hätte wie keine andere Einrichtung gute Chancen, von einer deutlichen Mehrheit hiesiger Jugendlicher auch angenommen zu werden und könnte überdies Anziehungspunkt für auswärtige sein. Die Arbeitsgruppe hat sich um die Unterstützung der Stadt für ein solches Projekt bemüht und zum Teil auch bereits erhalten. Die Stadt hätte bei der Suche nach einem Investor und Betreiber die besseren Erfolgsaussichten. Als möglicher Ort für die angestrebte Freizeiteinrichtung ist zunächst die kürzlich geschlossene Niederlassung der Rewe Zentral AG in Betracht gezogen worden. Eine Ortsbesichtigung hat jedoch ergeben, dass das Objekt deutlich zu groß ist. Zurzeit wird nach alternativen Möglichkeiten gesucht.

 

 

Angebot an Ausbildungsplätzen

In Bad Gandersheim gibt es ferner Mangel an Ausbildungsplätzen für Schulabgänger. Das war ein weiters Ergebnis der Fragebogenaktion. Auch diese Thematik hat die AG Bildung aufgegriffen. In einer gemeinsamen Sitzung mit einem Vertreter der Arbeitsagentur Goslar wurden Möglichkeiten entwickelt, wie das Bündnis das Problem angehen kann. Erster Schritt war daraufhin die Kontaktaufnahme zur Industrie- und Handelskammer und zur Handwerkskammer mit dem Ziel, Aufstellungen der ausbildenden und vor allem der nicht ausbildenden Betriebe zu erhalten. Die Handwerkskammer hat bereits die gewünschten Informationen zur Verfügung gestellt, so dass auf dieser Basis weiter gearbeitet werden kann. Zurzeit werden von den Bündnisakteuren gezielt Betriebe angesprochen, die nicht ausbilden. Ziel ist dabei, die Betriebe zur Ausbildung zu motivieren oder zumindest die Gründe in Erfahrung zu bringen, die das verhindern.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 23. Februar 2010 um 18:50 Uhr